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Persönlichkeitsentwicklung mit dem Persönlichkeits-Mythenrad

Köln, 04.03.2009 - In einer Welt, in der das Äußere immer ungewisser wird, Unvorhergesehenes an der Tagesordnung, die Nachrichten voll von Katastrophen und finanziellen Crashs sind, wird die Orientierung nach Außen immer unsicherer - ja fast unsinnig.
Aber woran kann man sich halten, wenn äußere Sicherheiten wegfallen?
Vielleicht ist es wie beim Fahrradfahren. Irgendwann kommt der Moment, wo die Stützräder abmontiert werden und sich alles nur noch darum geht, auf dem Rad in Balance zu halten. Die Balance, um die es heute geht, ist die Ausgewogenheit der eigenen Persönlichkeit durch Bewusstheit und innere Motivation für ein persönlich bedeutendes Ziel. Wer diesen Schwung und diese Balance hat, braucht keine Stützen mehr, um sich auf jeder Wegstrecke mit eleganter Leichtigkeit nach vorne zu bewegen.
Diese Leichtigkeit, geboren durch die Sicherheit, in jeder Situation aufrecht zu bleiben, kann Menschen helfen, zukünftigen Herausforderungen gesund gerecht zu werden.
Es ist meist die Angst davor, dass etwas passieren kann, die einen vermeintlich selbstbewussten Menschen zum Wanken bringt. Die nicht oder zu spät getroffene Entscheidung, der falsche Kompromiss, das Vertrauen auf falsche Sicherheiten.
Die richtige Sicherheit aber liegt nicht im Außen, nicht im Erlernen von Techniken und auch nicht darin, der beste Fachspezialist zu sein. Dies alles ist wichtig – und wird nur dann zum Erfolg führen, wenn eines hinzukommt: Die balancierte Persönlichkeit, die das Fahrrad des Lebens auch ohne Stützen im Sturm über schlechte Wegstrecken führen kann.

Persönlichkeits-Mythenrad als Entwicklungsinstrument
Das nachfolgende Persönlichkeits-Mythenrad hilft, einzuschätzen, welcher Typ man ist und wie dieser Typus in Stresssituationen instinktiv reagiert. Über dieses Wissen, lernt man seine eigene Persönlichkeit besser verstehen und kann die vorhandenen natürlichen Ressourcen besser nutzen. Außerdem erleichtert das Wissen über den eigenen Typus die Erkenntnis über das eigentliche tiefere Ziel und hilft evtl. verlorene Ziele und Träume wieder zu gewinnen.
Das Persönlichkeits-Mythenrad greift zum einen auf Figuren der Griechischen Mythologie zurück, zum anderen basiert es auf der wissenschaftlichen Erkenntnis von Carl Gustav Jung. Das metaphorische Umgehen mit den Typen erleichtert den Verstand an dieser Stelle zu umgehen und direkt zu der Stelle zu gelangen, an der Menschen lernfähig sind: in ihrem archaischen Grundverständnis vom SEIN, dem Gefühlsleben.

So entstehen acht verschiedene Menschentypen, die mit ihren Werten, Wünschen und Ängsten beschrieben werden. Jeder Typus ist dabei nicht gut oder schlecht, sondern er hat sowohl eine helle als auch eine dunkle Seite. Persönlichkeitsentwicklung mit dem Mythenrad bedeutet nichts anderes, als sich eben dieser Sonnen- als auch der Schattenseiten bewusst zu werden, denn beide Seiten machen die Ausgewogenheit unserer Persönlichkeit aus. Um wirklich balanciert zu sein, sollten wir beide Seiten unseres Seins kennen und uns dann für die hellere entscheiden.
In der Kommunikation mit anderen kann uns das Wissen über unseren eigenen Typus und dem des Gegenübers helfen, damit wir durch unsere Art zu kommunizieren nicht den Schatten - also Ängste, Frustrationen und Wutpotenziale- heraufbeschwören, sondern den Helden mit seinen Hoffnungen, Wünschen und Sehnsüchten erwecken.
Differenzierter Umgang mit Herausforderungen je nach Persönlichkeitstyp
Herrscher-Menschen: Medea und Herakles
Der Herrscher ist der hedonistische, siegessichere und sehr unabhängige Typus. Er macht Karriere, lebt meist allein und trifft Entscheidungen für sich. Ist seine Karriere in Gefahr, wird er impulsiv und reagiert heftig. Günstig in Krisensituationen wären hier Innehalten, Nachfühlen und Nachdenken vor dem Handeln. Durch die unendliche Kraft, die ihm innewohnt, hat er beste Chancen, Krisen durch seine Veränderungsbereitschaft zu meistern.
 
Eroberer-Menschen: Circe und Odysseus
Eroberer sind auch hedonistisch, aber wesentlich verspielter und humorvoller. Sie sind Abenteurer, lieben das Neue, das Ausprobieren. Der Status Quo ist ihnen nicht wichtig. Somit sehen sie automatisch jede Krise immer auch als Chance. Allerdings sind sie gefährdet zu riskant zu spielen und zu emotional und vorschnell zu reagieren. Da Details sie langweilen, entscheiden sie häufig übereilt ohne alle Vor- und Nachteile genügend abgewogen zu haben.
 
Verführer-Menschen: Aphrodite und Narziss
Verführer wollen in erster Linie bewundert werden. Sie wollen verführen und verführt werden. Krisen und das Beschäftigen mit ernsten Dingen sind ihnen ein Gräuel. Deswegen neigen sie dazu, alles was ihr Ego bedroht zu verleugnen, indem sie es einfach nicht wahrnehmen. Krisen oder Probleme sehen sie gerne als narzisstische Kränkungen und ignorieren sie. Da sie aber auch viel Optimismus besitzen, gelingt es ihnen leicht, sich vom Schweren weg wieder hin zu neuen leichteren Zielen zu bewegen und genau dadurch ihre Balance zu finden.
 
Lebenserotiker-Meschen: Muse und Dionysos
Lebenserotiker wollen sich wohlfühlen. Sie nehmen das Leben mit allen Sinnen wahr. In schwierigen Situationen fühlen sie sich häufig erdrückt und es fällt ihnen schwer zu handeln.
Gerade der weibliche Lebenserotiker sucht sich hier gerne einen Retter. Es empfiehlt sich der Schritt zu mehr Selbstständigkeit und der Mut, Herausforderungen durch die diesem Typus innewohnende Kreativität selbst zu lösen.
 
Liebende-Menschen: Psyche und Amor
Liebende wollen Harmonie und Gemeinsamkeit. Eine Krise im Beruflichen wird sie wenig tangieren, solange nur die Familie und die Beziehung intakt ist. Daraus schöpfen sie dann alle Kraft um der Außenwelt zu begegnen. Dieser Typus ist prädestiniert, vom Außen Abschied zu nehmen und sich auf den Weg nach Innen zu begeben.
 
Ritter-Menschen: Artemis und Apollon
Rittern war es sowieso immer klar, dass es bald eine Krise geben wird und sich ein guter Zustand nicht lange halten kann. Sie wollen  Perfektion und Ordnung. Hier liegt die Gefahr darin, dass sie sich selbst lähmen und Chancen verpassen. Dauer und Beständigkeit sind das wichtigste für diesen Typus. In der sich schnell wandelnden Welt haben sie große Veränderungsarbeit an sich selbst zu leisten. Denn ihre Sicherheit ist die Planbarkeit – und die wird es in Zukunft immer weniger geben.
 
Wächter-Menschen: Pallas-Athene und Prometheus
Wächter wollen Gerechtigkeit, Weisheit und Wahrheit. Auch sie sind kühle Rechner und Strategen. Veränderungen und Unvorhergesehenes sind nicht ihr Freund, aber durch ihre kühle und emotionslose Weise gelingt es ihnen, klare Szenarien zu entwerfen. Was sie lernen müssen, ist sich zu entscheiden und dann auch schnell und konsequent zu handeln.
 
Krieger-Menschen: Amazone und Ares
Krieger sind sehr männlich in ihrem Denken und Handeln – auch wenn es Frauen sind. Sie werden jede Herausforderung wie einen Feind in Augenhöhe und all der ihnen gegebenen Klarheit besiegen. Sie blicken der Gefahr offen ins Gesicht. Alles Verdrängen, Verheimlichen oder Verniedlichen ist ihnen verhasst. Sie lieben Klarheit und Kampf – und so werden sie jeder anstehenden Aufgabe auch begegnen. Hart und unerbittlich. Ähnlich wie beim Herrscher ist es hier wichtig, die Sicht nach Innen wach zu halten und auf das Befinden zu achten.
 
Welcher Typus Sie auch immer sind, eines ist allen gemeinsam: Es geht darum, zu erkennen, welcher Persönlichkeitskern in Ihnen steckt und diesen in seinen Facetten in die Welt zu tragen und als entwickelte Persönlichkeit in Übereinstimmung mit sich selbst zu leben.
 
  Persönlichkeitsentwicklung mit dem Mythenrad (1732kb) PDF Download  
 
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